Für eine vielfältige Schweizer Medienlandschaft
Pour un paysage médiatique suisse diversifié

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Aktuell

«Ständerat teilt gegen SRG aus»

Am 11. Juni diskutierte der Ständerat geschlagene zwei Stunden über die Verlegung des Radiostudios von Bern nach Zürich. Zu einem Entscheid kam es nicht, Beat

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Was wir wollen

Der Verein Pro Idée Suisse setzt sich für eine vielfältige Schweizer Medienlandschaft und einen Service Public ein, welcher dem Föderalismus des Landes Rechnung trägt. 

Wieso es weiterhin ein Radiostudio in Bern braucht!

Am 19. September 2018 hat sich der Verwaltungsrat der SRG SSR für die Zentralisierung eines wesentlichen Teils der SRF-Radioredaktionen in Zürich ausgesprochen und damit den Standort am Politzentrum Bern wesentlich geschwächt. Laut Medienberichten prüft die SRG SSR zudem den Umzug eines Teils der TV-Produktion von Genf nach Lausanne.

Im Zuge der Digitalisierung und infolge der damit verbundenen Schwierigkeiten, Werbeeinkünfte zu generieren, haben in den letzten Monaten private Verlage in der deutschsprachigen Schweiz ihre Produktion in Zürich konzentriert. In der französischsprachigen Schweiz ist seit geraumer Zeit eine besorgniserregende Verarmung der privaten Medienlandschaft zu beobachten.

Die gebührenfinanzierte SRG SSR ist in diesem Umfeld noch stärker gehalten, ihre Informationsleistungen an unterschiedlichen Standorten zu produzieren. Sie unterstreicht damit ihre regionale Verankerung und den föderalen Charakter als Service-public-Unternehmen.

Gleichzeitig garantiert die SRG SSR mit der Beibehaltung der örtlichen Trennung ihrer audiovisuellen Produktion von der Audioproduktion die Vielfalt ihres Angebotes. Dies befähigt sie, den Ansprüchen gerecht zu werden, wie sie der Bundesrat in seinem Bericht vom 17. Juni 2016 „zur Überprüfung der Definition und der Leistungen des Service public der SRG unter Berücksichtigung der privaten elektronischen Medien“ formuliert hat: „Betreffend Inhalte und Qualität erwartet der Bundesrat, dass mindestens die Hälfte der Gebühreneinnahmen der SRG der Information zufliessen. Der Unterscheidbarkeit und Unverwechselbarkeit von Service-public-Angeboten gegenüber kommerziellen Angeboten möchte er noch grösseres Gewicht beimessen …“

Mit dem Zentralisierungsentscheid hat die SRG die beispielhafte „idée suisse“ selber über Bord geworfen. Die angemessenen Rahmenbedingungen müssen daher im Gesetz festgelegt werden.

Radioschaffen in der digitalen Welt: Strategie für die Zukunft des Radios

  1. Personalisierung wird wichtiger: Die Hörerinnen und Hörer wollen immer mehr ein auf sie zugeschnittenes Programm hören können. Entweder wählen sie selbst aus (z.B. via Podcasts) oder delegieren die Auswahl an einen Algorithmus. Die Herausforderung für ein öffentliches Medienhaus wird hier sein: der Algorithmus muss politisch und ökonomisch relevante Inhalte hoch gewichten können.
  2. Neue Hörästhetik: Eine wachsende Gruppe an Hörerinnen und Hörern sucht qualitativ aufwändig produzierte Inhalte. Diese finden sie meist im Ausland bei jungen Podcastlabel, bei innovativen Radiostationen oder inzwischen auch bei branchenfremden Anbietern wie Zeitungsverlagen.

Lineares Programm: Bei all dem darf nicht vergessen gehen, das normale lineare Radioprogramm bleibt weiterhin stark. Zu diesem Schluss kommt die Werbevermarkterin Admeira, an der die SRG beteiligt ist.

Innovation dezentral
Sind diese Innovationen vom Standort Zürich abhängig? Nein. Es bleibt schlussendlich ein organisatorischer Entscheid, an welchen Standorten man Innovation betreibt und wo man abbauen will. Alle Innovationen können auch dezentral entwickelt werden.

Technokratisch-autoritär geführte Einheitsstrukturen zerstören den Journalismus.

 

Strategie für die Zukunft des Radiostudios in Bern

Die Gruppe Pro Radiostudio Bern hat die Sommerzeit genutzt, um eine Zukunftsstrategie für das Berner Radiostudio zu entwickeln. Entstanden ist ein Konzept für ein Audiokompetenzzentrum in Bern. Hintergrund ist der von der SRF- und SRG-Führung beabsichtigte Umzug des Radiostudios Bern nach Zürich.

Die Gruppe ist dabei in zwei Schritten vorgegangen: Erstens wurde analysiert, was eine Verlegung des Berner Radiostudios in den neuen Zürcher Newsroom für das Medium Radio bedeuten würde. Und zweitens wurden erste Grundsätze formuliert, wie eine Strategie für eine Stärkung des Radiostudios in Bern aussehen könnte.

Die Strategie für das Audiokompetenzzentrum in Bern basiert auf folgenden vier Pfeilern.

  1. Ein starkes Podcast- und Audio-on-Demand-Angebot. Die profilierten Radiostimmen sollen zu politisch und wirtschaftlich relevanten nationalen und internationalen Themen Podcasts für eine interessierte Community entwickeln.
  2. Ein neues Morgenmagazin für das lineare Informations-Programm: Das lineare Radio erreicht noch immer einen Grossteil der Bevölkerung.
  3. Die technologische Weiterentwicklung der Distributionskanäle: Audio braucht eine konsequente technologische Weiterentwicklung. Mit neuen Abspielgeräten wie Smartspeakers und Smartphones werden personalisierbare Streaming-Angebote möglich.
  4. Multimediale Aufbereitung von Audio-Inhalten: Damit Radio- und Audio-Inhalte auch auf Webseiten und in sozialen Medien genutzt und geteilt werden können, muss das Radio mit visualisierten Formen und Multimedia-Elementen ergänzt werden.

Unterstützungskomitee

Markus Mugglin, Vorstand 

Freischaffender Journalist und Autor. War 25 Jahre bei Radio SRF – als Auslandkorrespondent, Ausland- und Wirtschaftsredaktor und zuletzt Redaktionsleiter von «Echo der Zeit». 

www.markusmugglin.ch

Peter Salvisberg, Vorstand 

War 20 Jahre bei der SRG (Radio- und TV-Journalist, Chefredaktor von swissinfo.ch). Seit 15 Jahren beim K-Tipp u.a. das Gesicht der Initiative Pro Service Public.

> LinkedIn

Willi Egloff , Vorstand

Nach Tätigkeiten an der Universität Regensburg, am Bezirksgericht Zürich und im Rechtsdienst der SRG SSR seit 1983 selbständiger Rechtsanwalt in Bern.

www.advocomplex.ch

Béatrice Wertli, Vorstand 

Beraterin für Kommunikation, Strategie und Rhetorik, seit 2018 Präsidentin der CVP Kanton Bern, davor Generalsekretärin CVP Schweiz.

www.beatricewertli.ch

Regula Rytz 

Seit 2016 Präsidentin Grüne Partei der Schweiz, Nationalrätin und Co-Präsidentin der Parlamentarischen Gruppe Journalismus und Demokratie. 

www.regularytz.ch

Gerhard Pfister 

Seit 2016 Präsident der CVP Schweiz, Nationalrat und Präsident der Parlamentarischen Gruppe für Bildung, Forschung und Innovation. 

www.gpfister.ch

Albert Rösti

Nationalrat und Präsident der SVP Schweiz. Vorstandsmitglied der SVP Fraktion des National- und Ständerats.

www.albertroesti.ch

Martin Landolt 

Seit 2012 Präsident der BDP Schweiz und seit 2009 Nationalrat der BDP Glarus. 

www.landolt.info

Beat Jans 

Vizepräsident der SP Schweiz und Nationalrat der SP Basel-Stadt, Präsident der Parlamentarischen Gruppe für Arbeit.

www.beatjans.ch

Beat Vonlanthen 

Alt-Ständerat CVP für den Kanton Freiburg.

www.beat-vonlanthen.ch

Christa Markwalder 

Nationalrätin der FDP Kanton Bern, Mitglied der Aussenpolitischen Kommission (Präsidentin 10/11) und Kommission für Rechtsfragen. 

www.christa-markwalder.ch

Christoph Neuhaus 

Regierungsrat SVP des Kantons Bern, Vorsteher der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion.

Thomas Göttin 

Alt Stadtratspräsident von Bern, ehemaliger Inlandredaktor von Radio SRF.  

www.thomas-goettin.ch

Bendicht Luginbuehl 

Ehemaliger DRS3-Programmchef, heute Partner von Swisscontent AG und REPAPER Consulting AG.  

www.repaper.ch

Matthias Aebischer

SP-Nationalrat, Co-Präsident der Parlamentarischen Gruppe Journalismus und Demokratie, ehemaliger SRG-Journalist.

www.matthiasaebischer.ch

Milena Daphinoff 

Seit 2016 für die CVP im Stadtrat Bern, leitet die Abteilung für Kommunikation und Bildung des KMU-Vereins Swiss Venture Club bei der Credit Suisse AG. 

www.daphinoff.ch

Alec von Graffenried 

Seit 2017 Stadtpräsident GFL (Grüne freie Liste) der Stadt Bern. Davor Regierungsstatthalter und Nationalrat. 

www.avg.ch

Peter Stämpfli  

Unternehmer, Mitinhaber Stämpfli Gruppe Bern. Präsident Fokus Bern. Engagiert in verschiedenen Kulturinstitutionen. 

www.peterstaempfli.net

Markus Müller 

Seit 2004 Professor für Staats-, Verwaltungs- und öffentliches Verfahrensrecht an der Universität Bern. Vorher während 10 Jahren in der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern als stv. Generalsekretär tätig.

Elisabeth Zäch

Ehemalige Stadtpräsidentin von Burgdorf und SP-Grossrätin, arbeitet jetzt wieder in ihrer Buchhandlung und ist Programmchefin der Burgdorfer Krimitage. War langjährige Redaktorin bei Radio SRF.  

 

Reto Nause 

CVP Gemeinderat der Stadt Bern, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie. 

www.retonause.ch

Flavia Wasserfallen 

Seit 2018 Nationalrätin der SP Kanton Bern, vormals Generalsekretärin der SP Schweiz, Politologin.  

www.flaviawasserfallen.ch

Ueli Egger 

Grossrat und Co-Präsident SP Kanton Bern.

www.ueli-egger.com

 

Carlo Sommaruga 

Nationalrat SP Genf.  

www.carlosommaruga.ch

Sibyl Eigenmann 

Präsidentin der CVP Stadt Bern, Vorstandsmitglied CVP Kanton Bern. 

 

Raphael Lanz 

Stadtpräsident von Thun seit 2011 (SVP), Grossrat Kanton Bern, ehemaliger Gerichtspräsident von Thun.

www.raphaellanz.ch   

Thomas Egger 

Alt-Nationalrat und Direktor Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete.

www.thomasegger.ch

Sophie Dubuis 

Präsidentin FDP Genf und Präsidentin von Genf Tourismus.

Werden Sie Mitglied!

Um unsere Anliegen für eine vielfältige Schweizer Medienlandschaft durchzusetzen, sind wir auf eine breite Unterstützung angewiesen. Werden Sie Mitglied des Verein Pro Ideé Suisse und leisten Sie einen Beitrag zur Medienvielfalt und zum Erhalt des Radiostandortes Bern. Mit einem einmaligen Gründungs-Beitrag von mindestens 50.- sind Sie Mitglied.

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